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Etappe 6: Ponte di Legno - Rifugio Branca
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Freitag, 20. März 2009 - Ruhetag. Wir pflegen die Blasen, schlafen aus und ergänzen die Verpflegung. Samstag, 21. März - das Wetter schlägt langsam um! |
INFOS ZUR ETAPPE: Von: PONTE DI LEGNO
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Etappe 7: Rifugio Branca - Sulden
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Sonntag, 22. März 2009 - wieder Höhensturm und minus 18 Grad! Heute führt uns der Weiterweg über den Passo Pasquale zur Casati Hütte. Zu Beginn genießen wir noch Sonne und blauen Himmel, aber nur eine Stunde später ist die Sicht teilweise gleich null. In der Hütte schmeckt der Tee und die Suppe nach Benzin, unsere Stimmung sinkt. Das Wetter ist nun wirklich extrem schlecht. Der Höhensturm ist so stark, dass wir zum Teil Mühe haben, uns auf den Beinen zu halten. Dazu kommt die zum Teil äußerst schlechte Sicht und die eisige Kälte. Aufgrund der Bedingungen haben wir uns entschieden, den Cevedale nicht zu besteigen. Stattdessen gehen wir von der Casati Hütte noch auf die Suldenspitze (3.376 m). Die Nordseitige Abfahrt hinunter zur Schaubachhütte wird zur Mischung aus schlechtem Schnee und Whiteout. In der Hütte steht wieder einmal eine schwierige Entscheidung an: die Wetterberichte prognostizieren noch zwei Tage wechselhaftes Wetter und dann sehr starke, andauernde Schneefälle. Sollen wir versuchen in den zwei Tagen bis ins Ötztal zu kommen? Auf keinen Fall jedoch wollen wir im Vinschgau festgehalten werden. Es warten hohe Pässe und steile Gipfel. Ein zögern könnte für uns hier einige Zwangs-Ruhetage bedeuten. Wir entscheiden uns nach langen Diskussionen für das sofortige Weitergehen und fahren ab nach Sulden. Hier klappt alles perfekt: im örtlichen TVB organisieren die Mitarbeiter uns sofort ein Taxi durch den Vinschgau ins Matschertal und auch gleich die dortige Unterkunft. Wir sind wieder guter Dinge und hoch motiviert. Live-Kommentar von Bernd Ritschel:
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INFOS ZUR ETAPPE: Von: RIFUGIO BRANCA
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Etappe 8: Matsch - Hochjoch Hospiz
| Montag, 23. März 2009. Unsere Stirnlampen erhellen uns die ersten Kilometer des Weges ins lange Matschertal hinein. Mit jedem Meter, den wir an Höhe machen, nimmt auch heute der Sturm zu. Ganz oben unter dem Hintereisjoch in 3.400m Höhe sind die Böen wieder so stark, dass wir uns kaum auf den Beinen halten können. Bedingt durch schlechte Sicht und alte Spuren queren wir allerdings in die falsche Scharte. Ein sportlicher Abstecher über einen exponierten Grat an der Quellspitze bringt uns dennoch auf den langen Hintereisferner hinunter in Richtung Hochjoch Hospiz. Erst weiter unten im Windschatten gönnen wir uns eine erste Pause. Am Nachmittag erreichen wir die Hütte und bringen dort als erstes die neuen Wetterberichte in Erfahrung, die wieder einmal für die nächsten Tage nichts Gutes verheißen. Nun sind wir aber erst einmal glücklich im Hochjoch-Hospiz zu sein, etwas Warmes zum essen und trinken zu bekommen. Wir lassen einen langen Tag zufrieden und gemütlich ausklingen. |
INFOS ZUR ETAPPE: Von: MATSCH
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Etappe 9: Hochjoch Hospiz - Vernagthütte
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Dienstag, 24. März 2009. Es hat die ganze Nacht gestürmt und geschneit. Die angedachte Monster-Etappe über die Vernagthütte, das Brochkogeljoch usw. bis ins Ötztal ist definitiv unmöglich. Dennoch wollen wir weiter und spuren am Vormittag die steilen Hänge hinauf zur Mittleren Guslarspitze (3128m). Ein Hang erfordert unsere ganze Erfahrung. Wieder gehen wir mit großen Sicherheitsabständen. Am Gipfel wie immer: Sturm. Die Temperaturen liegt bei rund - 15°C, dazu böiger Schneesturm mit Spitzen bis 100 km/h. Die Sicht? Tja, manchmal sehen wir sogar den Vordermann. Wir freuen uns auf die Vernagthütte. Dort angekommen verbringen wir einen angenehmen Nachmittag im Warmen. |
INFOS ZUR ETAPPE: Von: HOCHJOCH HOSPIZ
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Etappe 10: Vernagthütte - Längenfeld
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Mittwoch, 25. März 2009. Wir stehen unter Strom und sind alle sehr angespannt als um 5 Uhr der Wecker klingelt. Draußen schneit es noch immer. Bei Schneetreiben und äußerst geringer Sicht fahren wir ab zum nahen Bach und beginnen um 6 Uhr den Aufstieg. Auf dem Vernagt Ferner hellt es langsam auf, die Wetterberichte haben tatsächlich Recht. Während des Aufstiegs zum Brochkogeljoch reißt es sogar auf, die Sicht wird Gott sei Dank immer besser. Ohne Sicht wäre es nicht verantwortbar gewesen das Joch zu überqueren. In der Scharte weht der Sturm mit über 100 km/h und wir müssen wirklich kämpfen, um überhaupt hinauf zu kommen. Trotz der blauen Fenster am Himmel verzichten wir auf die Besteigung der Wildspitze, wir haben noch zwei Pässe vor uns und wollen heute unbedingt bis ins Ötztal kommen. Nach dem Brochkogeljoch fahren wir über den Taschachferner ab und steigen dann wieder auf das Mittelbergjoch (3166 Meter) auf. Auch hier haben wir Glück: trotz der großen Neuschneemengen und der damit verbundenen Lawinengefahr finden wir eine sichere Route hinauf in die Scharte. Auf der anderen Seite geht es dann das Skigebiet hinunter. Ein weiterer Aufstieg von nochmals knapp 600 Höhenmetern führt uns dann in Richtung Linker Fernerkogel hinauf. Zuletzt klettern und spuren wir in kombiniertem Gelände über einen steilen Kamm ins Tiefenbachjoch (3234 Meter). Wir mussten diese Variante wählen, weil alle anderen Übergänge, vor allem der ursprünglich geplante über den Polleskogel und das Pollestal aufgrund der großen Lawinengefahr komplett unmöglich waren. Das skurrile an diesem Tiefenbach Joch ist, das wir oben zur Gipfelstation eines Skigebietes hinaufgeklettert sind. Auf der anderen Seite fahren wir anschließend, mittlerweile wieder im Schneetreiben, auf den Pisten bis ins Ötztal ab. Es war der einzige sichere Übergang und damit unsere einzige Chance das Ötztal bei diesen Verhältnissen zu erreichen. |
INFOS ZUR ETAPPE: Von: VERNAGTHÜTTE
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